Wir-Newsletter Juni 2019

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das erste Halbjahr 2019 liegt fast hinter uns. Erneut hat sich der Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord e.V. (WIR) vieler relevanter Themen für unsere Stadtteile Blumenthal, Vegesack und Burglesum angenommen. Das geschieht über die Mitarbeit in diversen Netzwerken und Gruppen, die Unterstützung zukunftsweisender Kampagnen sowie über die kritische Auseinandersetzung mit standortbezogenen Fragestellungen – auch in der Öffentlichkeit.

Basis für zukünftige Handlungen
Trotz Defiziten bei ISEK: Weiterarbeit auch nach der Wahl erforderlich

„Inhaltlich nicht komplett und in der Fertigstellung viel zu spät.“ So kommentierte der WIR das „Integrierte Struktur- und Entwicklungskonzept Bremen-Nord“ (ISEK), das der Senat im Februar beschlossen hat. Von Anfang an begleitete der WIR das Vorhaben, in dem er die Chance zur Schaffung einer grundlegenden konzeptionellen Basis für den Bremer Norden sah.
Die schleppende Fertigstellung und unbefriedigende Umsetzung veranlasste den Vorstand jedoch zur Stellungnahme im Rahmen einer Pressekonferenz. Diese stieß auf vielfältige Resonanz.
Neben der fast zweijährigen Verzögerung kritisierte der WIR-Vorstand dabei auch, dass ein Zeit-, Maßnahmen- sowie Finanzplan ebenso fehle wie klare Aussagen zum Aufbau einer schlagkräftigen Umsetzungsorganisation. Dabei erinnerte Pressesprecher Bernhard Wies an die Studie des Bremer Instituts Arbeit und Wirtschaft (iaw), nach der eine eigenständige Entwicklungsorganisation – eine Entwicklungsagentur - für Bremen-Nord notwendig sei. „Es ist für uns unverständlich, warum der Senat die fundierten Empfehlungen eines renommierten Bremer Fachinstitutes ignoriert“, so Bernhard Wies.
„Trotz dieser Defizite lehnen wir eine pauschale Abqualifizierung des Konzeptes ab“, verdeutlichte der WIR-Vorsitzende Rainer Küchen jedoch. Das Vorhaben dürfe nicht wie andere Papiere nach der Wahl in der Schublade verschwinden. Der WIR plädiert dafür, die mit dem ISEK vorliegende 90-seitige Beschreibung der Standortprobleme, aber auch -stärken als Grundlage zu nutzen. Es sollte Basis für die strukturierte Erarbeitung von Maßnahmen zur Verbesserung von Bremen-Nord sowie deren organisierte Umsetzung sein.
Aus Sicht des Vorstandes müsse zudem die Funktion eines Nord-Beauftragten erhalten bleiben. Dem aktuellen Beauftragten, Martin Prange, sei in diesem Zusammenhang trotz kritischer Konzeptbewertung für seine engagierte Arbeit zu danken.


Widerspruch zu Nord-Konzept
WIR schaltet sich in Debatte zur Frühchenversorgung am Klinikum Nord ein

Der WIR schaltete sich Ende April in die Debatte um die Frühchenversorgung im Klinikum Bremen-Nord ein. Er kritisierte die Pläne von Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt, die vorsehen, die Versorgung von frühgeborenen Babys in Bremen-Mitte zu zentrieren.
Die beabsichtigte Auflösung der Level II-Versorgung am Klinikum Bremen-Nord stelle, so der WIR-Vorsitzenden Rainer Küchen, eine wesentliche Schwächung der Gesundheitswirtschaft dar. Damit widerspricht das Vorhaben wesentlichen Zielsetzungen von ISEK, mahnte der WIR an. Dort wird im Kapitel „Stärkung der Gesundheitswirtschaft“ unter anderem darauf verwiesen, dass „dieser Wirtschaftsbereich ein wesentliches Standortmerkmal ist, das auch für die Weiterentwicklung der Region eine tragende Rolle spielt“. Im weiteren Verlauf des Kapitels komme der Senat zur Zielsetzung, „die positiven Entwicklungsmöglichkeiten der Gesundheitswirtschaft für den Bremer Norden zu nutzen.“ Ein Kompetenzverlust im Bereich der Kinderheilkunde, der Geburtshilfe sowie der Neonatologie ist nach Ansicht des WIR zudem auch im überregionalen Vergleich nicht hinnehmbar.


Schulen und Betriebe zusammenbringen
Auftaktveranstaltung vom Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT in Bremen-Nord

Der WIR ist nun auch Kooperationspartner im Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Bremen. Dieses Netzwerk will die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schulen im Land Bremen nachhaltig stärken und die ökonomische Bildung fördern.
Bei der Kick-Off-Veranstaltung Ende März haben sich Vertreter von Schulen und Unternehmen über die Erwartungen an das Projekt ausgetauscht. Ziel ist es, betriebsrelevante Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern zu fördern und die jungen Menschen in ihrer Berufs- und Studienorientierung zu unterstützen. Das befördert zugleich die Nachwuchssicherung für Unternehmen.
Der WIR knüpft mit seiner Unterstützung des Netzwerkes auch an eine frühere Aktivität zur Berufsorientierung an. 2014 brachte er gemeinsam mit der Gerhard-Rohlfs-Oberschule „BerufsstART bremen-nord “ auf den Weg. Ansinnen dieser Initiative ist es, dass Betriebe durch frühzeitige Kontakte zu Schülerinnen und Schülern persönliche Beziehungen aufbauen können, um für sich passende Auszubildende zur Fachkräftesicherung zu erhalten. Mit der Teilnahme an SCHULEWIRTSCHAFT Bremen möchte der WIR auch „BerufsstART bremen-nord“ wieder aktivieren und die regionalen Kooperationen zwischen Schulen und Wirtschaft weiter verbessern.
Im November soll es für Bremen-Nord eine weitere Veranstaltung des Netzwerkes SCHULEWIRTSCHAFT Bremen geben.


„Mach mal blau“
FUNK bringt Verzeichnis rund um Wassersport in Bremen-Nord heraus

Das Verzeichnis „Mach mal blau – Wassersport im Norden“ ist erschienen. Es gibt einen Überblick über die Wassersportmöglichkeiten in der Region und wurde auf Basis des Konzeptes für Freizeit- und Naherholung in Bremen-Nord (FUNK) erstellt. WIR-Pressesprecher Bernhard Wies ist erfreut, dass mit dieser Broschüre wesentlichen Standortmerkmalen der Region – nämlich Flusslandschaften und Wassersportmöglichkeiten – Rechnung getragen wird. Das ist ein weiterer Baustein in der Positionierung von Bremen-Nord als Freizeit- und Naherholungsgebiet.
Der WIR arbeitet seit der Erstellung von FUNK gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Bremen an unterschiedlichen Themen zur Neupositionierung des Bremer Nordens und beteiligt sich an der Begleitgruppe. Für den WIR  ist diese Koordinierungsstelle mit der Leiterin Elvira Krol beispielhaft dafür, dass ein gutes Konzept mit einer anständigen Umsetzungsorganisation eine gute Wirkung entfalten kann. Das zeige sich nicht nur an der neuen Wassersportbroschüre, sondern zum Beispiel auch daran, dass Veranstaltungen wie „La Strada“ oder die „Lange Nacht der Museen“ mittlerweile in Bremen-Nord erfolgreich installiert worden sind.
„Mach mal blau – Wassersport im Norden“ wird bei großen Veranstaltungen ausliegen, ist im Info-Point im Kito erhältlich und wird darüber hinaus auch im norddeutschen Umland für den Bremer Norden werben.


WIR findet Gehör
Mitgliederversammlung am 20. Mai: Standortthemen weiter aktiv begleiten

Mit einem Vortrag zum Thema „Aktuelle Herausforderungen und Chancen der Weltwirtschaft" leitete Dr. Sascha Otto, Leiter Wertpapier- und Portfoliomanagement der Sparkasse Bremen die WIR-Mitgliederversammlung am 20. Mai ein. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung, in der weltwirtschaftliche Krisen zu stark, Vorteile dagegen zu niedrig eingeschätzt würden, sieht Otto persönlich in der Weltwirtschaft mehr Chancen als Risiken. Bremen bescheinigte Dr. Sascha Otto eine hohe Lebensqualität. Er gab den Rat, „mehr aus dem zu machen, was da ist“. Zielführend sei es, so an den Stellschrauben zu drehen, dass die Potenziale stärker ausgeschöpft werden können.
Das ist auch etwas, was sich der WIR durch seinen Einsatz und die Mitarbeit in diversen Netzwerken und Gruppen auf die Fahne geschrieben hat. Im Vorstandsbericht verwies der Vorsitzende Rainer Küchen auf die nachhaltige Größe des Wirtschaftsrates, der am Tag der Versammlung 317 Mitglieder zählte. Diese stabile Größenordnung bewirke auch, dass der WIR zunehmend mehr Gehör in den einzelnen Ressorts findet, aber auch in der Wahrnehmung durch die Medien. Rainer Küchen betonte dabei, dass nicht allen Themen, die der Vorstand begleitet habe, eine sofortige öffentliche Verbreitung gut täte. Wenn es angebracht sei, etwa bei der defizitären Fertigstellung von ISEK, werde jedoch entsprechend öffentlich Stellung bezogen.
Trotz aller Kritik soll aber die mit ISEK vorliegende umfassende Beschreibung der Standortschwächen, aber auch -stärken als Orientierung für die strukturierte Erarbeitung von Handlungsoptionen für Bremen-Nord genutzt werden. Das erklärte Pressesprecher Bernhard Wies zu den Arbeitsschwerpunkten des WIR für 2019/2020. Zudem sollen auch nach der Wahl die guten Verbindungen zu Politik, Behörden und Institutionen aktiv gestaltet werden, um sich so für die Interessen des Bremer Nordens und der Mitglieder einzusetzen. Das beinhaltet die Mitarbeit an wesentlichen Standortthemen, wie etwa die Erschließung von Gewerbeflächen und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen, aber auch Wohnbebauung oder die Attraktivität des Nordens als touristisches Ziel.
„Zu unseren Aktivitäten werden weiterhin Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen gehören. Mit der jährlichen Verleihung des Unternehmenspreises wollen wir auch künftig überregionale Aufmerksamkeit für die Leistungsstärke und Innovationskraft der Betriebe unserer Region erzielen“, kündigte Bernhard Wies zudem an. Termin der Unternehmenspreisverleihung 2019 ist der 12. November.
Mehrfach wurde in der Mitgliederversammlung betont, dass für die Bearbeitung der diversen Standortthemen Bremen-Nord weitere Unterstützung aus dem Mitgliederkreis sehr willkommen ist. Wer an der Mitwirkung im WIR-Forum oder in einzelnen Themen-Gruppen interessiert ist, kann ich per E-Mail oder telefonisch in der WIR-Geschäftsstelle melden.


Businessfrühstücke
Spezielles Angebot für Unternehmen im Rahmen der Solarkampagne 2019

Jüngst startete in Bremen-Nord die Kampagne „Solar in Bremen – Mach mehr aus Deinem Dach!“ der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens. Der WIR ist hier Kooperationspartner. Ziel der Solarkampagne 2019 ist es, Interessierten die Idee einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach näherzubringen und zu schauen, ob sich dies rechnet.
Ein Angebot speziell für Unternehmen sind die Businessfrühstücke. Dazu laden Betriebe aus Bremen-Nord ein, die bereits eine Photovoltaikanlage betreiben. Die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer stellen ihre PVTechnik vor und beantworten dazu auftretende Fragen.
Mit dabei sind auch unabhängige Energieberater, die die kostenlose Vor-Ort-Beratung „energievisite:solar“ bei Unternehmen durchführen. Die Experten nennen Daten und Fakten zur Wirtschaftlichkeit der Technik, zu ihrem Entwicklungsstand sowie zu den Möglichkeiten der Eigenstromnutzung und entsprechender Förderung.
Das alles und mehr erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in persönlicher Runde beim Frühstück.  
Termine der Businessfrühstücke (jeweils 7.30 bis 9 Uhr) sind: Donnerstag, 13. Juni, bei Witthus Hammer in Blumenthal, Donnerstag, 27. Juni in der Backstube Lindenstraße Vegesack, sowie Mittwoch, 3. Juli bei Dietz Kältetechnik GmbH & Co. KG in Burglesum. Anmeldungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0421/376671-8.


Weitere WIR-Sprechtage
Thema: „Wie gestaltet man eine Unternehmensnachfolge?“

Das Thema „Betriebsübergabe/Unternehmensnachfolge“ betrifft bis 2022 rund 150.000 Unternehmen in Deutschland. Deshalb bietet der WIR weitere Sprechtage zum Thema an. Unternehmer/innen haben damit als WIR-Mitglied die kostenlose Möglichkeit, sich über die Vorgehensweise in ihrem anstehenden Prozess der Unternehmensnachfolge zu informieren. In seiner Geschäftsstelle bietet der WIR eine persönliche und vertrauliche Kommunikationsebene mit zwei ausgesuchten Spezialisten: Unternehmensberater Falk Witte und Rechtsanwalt Rainer Küchen stehen jeweils eine Stunde für eine Basisinformation zur Verfügung.
Die nächsten Termine für Sprechtage zu diesem Thema sind der 4. September und der 6. November 2019 jeweils von 11.00 bis 13.00 Uhr. Pro Sprechtag können 2 Gesprächstermine vereinbart werden. Anmeldungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0421/6028787.


 
 
 
 
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