Bausenator Dr. Joachim Lohse (am Mikrofon) verteidigte die Sozialquote von 25 Prozent beim Wohnungsbau.  „Wir haben geltende Regeln“, machte er deutlich. Und weiter: „Wir wollen keine Reichenviertel.“

Das Podium in der Strandlust war am Montag hochkarätig besetzt. Der Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord (WIR) hatte gemeinsam mit dem Bremer Bauressort eingeladen, um über „Bauen und Wohnen in Bremen-Nord“ zu informieren. „Die gute Nachricht ist“, so Bausenator Dr. Joachim Lohse (Grüne), „es werden in Bremen-Nord wieder Wohnungen gebaut“.Angesichts der Zahl von mittlerweile wieder über 100000 Einwohnern keine große Überraschung. „Wir sind der Meinung, dass Vegesack auch künftig eine zentrale Rolle spielen wird, aber auch Blumenthal und Burglesum haben eine eigene Mitte verdient“, erläuterte die Senatsbaudirektorin Prof. Dr. Iris Reuther im Rahmen der sehr gut besuchten Veranstaltung. Die Umgestaltung des Haven Höövt beispielsweise plane man unter Hochdruck, ergänzte Maximilian Donaubauer. Man wolle im vorderen Bereich ein ganz neues Stadtquartier entwickeln und plane dafür einen Wettbewerb, so der Nordbremer Bauamtsleiter weiter. Auch das Projekt „hohes Haus“ mit 13 Stockwerken an Stelle des ehemaligen Vulkan-Verwaltungsgebäudes an der Schulkenstraße scheint trotz Protesten noch längst nicht vom Tisch zu sein. Allerdings hat man sich laut Donaubauer nun darauf verständigt alternativ zwei Baukörper zu errichten, die jeweils höchstens acht Etagen haben sollen.
Auch das Wohnen am Rönnebecker Weserufer auf der Fläche der ehemaligen Sarstedt-Werft könnte langfristig möglich sein. Er gehe davon aus, dass man diese Fläche „unter Umständen perspektivisch entwickeln könnte“, erklärte Maximilian Donaubauer und sprach von einem Thema, „das wir hoch gehängt haben.“ Rund 250 Wohneinheiten wären dort möglich. Allerdings seien noch schwierige Fragen zum Hochwasserschutz zu klären, führte Senator Joachim Lohse aus.
Dass es sich dort um Wohnraum für gutsituierte Menschen handeln würde, machte der Beauftrage des Senats für Bremen-Nord, Martin Prange, deutlich. „Wenn wir eine soziale Durchmischung wollen, muss es auch für dieses Klientel Angebote geben.“

Quelle: Das BLV - Regina Drieling